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Joel 2

pemko pemko
Insider
erstellt am: 19. 1. 10, 12:20 Uhr

Ist dies in Joel 2 bereits passiert oder wird es noch eintreffen?

Schääfchen Schääfchen
Insider
erstellt am: 20. 1. 10, 12:41 Uhr

Habe mich heute morgen das selbe gefragt beim Lesen von Zefanja.
Es steht ja in Joel 2, 11

Bibel

"Schrecklich ist der Tag, an dem der Herr Gericht hält! Wer kann ihn überstehen?"


ich weis es nicht sicher, aber würde mal sagen da ist DAS Gericht Gottes gemeint, dass noch kommen wird. Jedoch in Vers 14 steht:

Bibel
"Vielleicht wendet er das angekündigte Unheil abund segnet euch aufs neue!..."


was vielleicht eher dagegen spricht, dass dieses Gericht, das noch kommen wird, gemeint ist. Weil dies wird kommen, Gott wird richten. Das gleiche ab Vers 18, da erbarmt sich Gott. Und so viel wie ich verstanden habe, ist Gottes erbarmen bis Jesus gegange, und wer Jesus nicht annimmt bis zum Gericht ist verloren.

Es ist ja eine Botschaft, Prophetie, die Joel von Gott bekommen hat. Was bedeutet, dass dies noch eintreffen wird. Vielleicht steht irgendwo in der Bibel von dieser Schlacht/diesem Gericht, welches sich klar auch das von Joel angekündigte bezieht? Weis ich aber nicht =)

Bin auch gespannt über andere Gedanken, und verbessert mich wenn ich was falsches sage ;-)

watau watau
Abgemeldet
erstellt am: 20. 1. 10, 15:02 Uhr

Hallo Matthias, hallo Janine,

obwohl ich Dir, liebe Janine, noch eine Antwort (sie kommt noch) schuldig bin, wollte ich kurz antworten.

Es ist richtig, wie Du, Janine, schreibst. Der "Tag des Herrn", von dem wir oft in Gottes Wort lesen, oder das Gericht, steht noch aus, er ist zukünftig. Es bezieht sich auf Israel.

Der Vers 28 aber, hat sich zum Teil erfüllt, und zwar an Pfingsten (Apg 2). Dort bezieht sich Petrus in seiner Rede auf Joel 2. Lasst es mich so sagen: In Apg 2 finden wir "den Geburtstag" der Versammlung oder Gemeinde Gottes. Über das Geschehen dort in Jerusalem waren die gottesfürchtigen Juden bestürzt. In Apg 2,14 steht dann Petrus mit den Elfen auf zu seiner Rede, wo er Joel 2 anführt.
Als an diesem Tag der Heilige Geist herab kam, erfüllte sich Vers 28 zum Teil. Die volle Erfüllung folgt nach dem "Tag des Herrn", nach der Drangsal für Jakob, aus der ein Überrest hervor geht.

Man sollte auch Matthäus 24,1-44 lesen.

Bemerken möchte ich noch folgendes:
Immer wieder hört man von diesem "Tag des Herrn" und die falsche Belehrung, dass die gläubigen Christen auch durch die grosse Drangsal gehen müssten. Dem ist nicht so, wer seine Bibel aufmerksam liest, weiss aus Jeremia 30,7, dass diese Drangsal nur für Jakob, also Israel, angekündigt wird. Die Entrückung der Versammlung, also aller wiedergeborenen Christen, erfolgt vorher.

In den Auslegungen, die mir in einer pdf-Datei zur Verfügung stehen, wird dies ausführlich erklärt. Diese kann ich aber hier nicht einbringen, weil sie zu umfangreich sind. Es sei denn, Ihr möchtet sie, zusenden per PM ist kein Problem.

Liebe Grüsse

Waldemar

Schääfchen Schääfchen
Insider
erstellt am: 20. 1. 10, 18:45 Uhr

interessant!

Dann ist also die Drübsal nur für die Nachkommen Jakobs, also das Volk Israel?
Aber man weis doch nicht genau was nacheinander kommt (Entrückung etc.), das wird ja immer anders ausgelegt? Auch mit dem Tausenjährigen Reich etc?

Joel Joel
Insider
erstellt am: 20. 1. 10, 19:00 Uhr

watau
Bemerken möchte ich noch folgendes:
Immer wieder hört man von diesem "Tag des Herrn" und die falsche Belehrung, dass die gläubigen Christen auch durch die grosse Drangsal gehen müssten. Dem ist nicht so, wer seine Bibel aufmerksam liest, weiss aus Jeremia 30,7, dass diese Drangsal nur für Jakob, also Israel, angekündigt wird. Die Entrückung der Versammlung, also aller wiedergeborenen Christen, erfolgt vorher.

21 Denn dann wird eine grosse Drangsal sein, wie von Anfang der Welt an bis jetzt keine gewesen ist und auch keine mehr kommen wird.
[...]
29 Bald aber nach der Drangsal jener Tage wird die Sonne verfinstert werden, und der Mond wird seinen Schein nicht geben, und die Sterne werden vom Himmel fallen und die Kräfte des Himmels erschüttert werden.
30 Und dann wird das Zeichen des Menschensohnes am Himmel erscheinen, und dann werden sich alle Geschlechter der Erde an die Brust schlagen, und sie werden den Sohn des Menschen kommen sehen auf den Wolken des Himmels mit grosser Kraft und Herrlichkeit.
31 Und er wird seine Engel aussenden mit starkem Posaunenschall, und sie werden seine Auserwählten versammeln von den vier Windrichtungen her, von einem Ende des Himmels bis zum anderen.
[...]
37 Wie es aber in den Tagen Noahs war, so wird es auch bei der Wiederkunft des Menschensohnes sein.
[...]
40 Dann werden zwei auf dem Feld sein; der eine wird genommen, und der andere wird zurückgelassen.
41 Zwei werden auf der Mühle mahlen; die eine wird genommen, und die andere wird zurückgelassen.

Ich meine, diese Stelle sagt das Gegenteil.

Raphi Raphi
Insider
erstellt am: 22. 1. 10, 08:47 Uhr

Ist es nicht möglich, dass die Drangsal nur für Israel gild, und diese währe dann im 2. WK gewesen?
Es heisst zwar, bald darauf kommt der Menschensohn zurück, aber Bald darauf kann ja auch in 200 Jahren sein!

watau watau
Abgemeldet
erstellt am: 22. 1. 10, 15:35 Uhr

Hallo Janine,

Du schreibst:

Zitat
Dann ist also die Drübsal nur für die Nachkommen Jakobs, also das Volk Israel?


Ja, so sagt es uns Gottes Wort. Ich weiss, dass es dazu in den verschiedenen Religionen, Kirchen und Gemeinden die unterschiedlichsten Lehren gibt. Ich war selbst bis zu meinem 44. Lebensjahr in der ev. Kirche Mitglied. Von einen "Christen" war ich damals weit entfernt.

Vielleicht kann jeder einmal darüber nachdenken, was die verschiedenen Religionen, Kirchen und Gemeinden trennt, und warum man mit der sogen. Allianz oder Ökumene versucht, eine Einheit herbeizuführen.
Die verschiedenen Benennungen zeigen mir die Uneinigkeit in Lehre und im Wandel untereinander. Gottes Wort kennt für die Gläubigen keine Benennung, ausser dass man sie, wie in der Apostelgeschichte, "Christen" nennt. So wurden die ersten Gläubigen von denen genannt, die nicht wiedergeboren waren.

Dies zur Frage, warum es so viele Unterschiede gibt und warum so verschiedenes gelehrt und verkehrt wird, ja, so vieles nicht gelehrt wird.

Wir müssen die Antwort nicht bei den Meinungen der Menschen suchen; nur Gottes Wort selbst kann uns die Antwort geben, nur das Wort Gottes ist die Autorität, auf die wir uns stützen dürfen. Es ist falsch, eine Theorie oder Lehre auf einen einzigen Vers von Gottes Wort aufzubauen. Das Wort muss im Zusammenhang gesehen werden. Man sollte wissen, dass das AT für Israel geschrieben ist, uns aber zur Belehrung gegeben ist. Wenn der Apostel Paulus dem Timotheus schreibt, dass alle Schrift von Gott eingegeben ist usw., dann ist das grundsätzlich auch für das NT wahr. Aber Paulus kann nur die Schriften des AT gemeint haben, denn das NT gab es zu dieser Zeit noch nicht.
Dieses Wort gut zu kennen, ist eine Voraussetzung dafür, dass uns Gott mehr Licht über Seine Gedanken schenkt. Eine zweite Voraussetzung ist, dass wir, durch die Wiedergeburt, mit dem Geist Gottes versiegelt (Epheser-Brief) sind und so Seine Kinder sind. -

Zitat
Aber man weis doch nicht genau was nacheinander kommt (Entrückung etc.), das wird ja immer anders ausgelegt? Auch mit dem Tausendjährigen Reich etc?


Dieses "nacheinander", liebe Janine, lässt sich nicht in drei Sätzen erklären, dazu bedarf es etwas mehr. Damit es für mich etwas schneller geht, denn ich sollte auch meine eigene Webseite aktualisieren, bediene ich mich den Aussagen eines Glaubensbruders.

Dazu schreibt Christian Briem in seinem Buch "Da bin ich in ihrer Mitte" folgendes:
"In den Wegen Gottes mit den Menschen zu verschiedenen Zeiten gibt es jedoch, was die heilsgeschichtliche Seite angeht, bemerkenswerte Unterschiede, und wir erkennen in der Heiligen Schrift im Ganzen sieben Haushaltungen oder Epochen. Mit Haushaltungen sind heilsgeschichtliche Perioden im Handel Gottes mit den Menschen gemeint, die aufeinander folgen und jeweils einen verschiedenen Charakter tragen. Sind sie aber einmal vergangen, kehren sie nie wieder."

Ich nenne hier nur die 7 Haushaltungen, sie näher zu beschreiben fehlt hier einfach der Platz. Ich könnte einen Link angeben, aber das ist mir leider nicht erlaubt. Wer ihn wissen möchte darf mir per PM schreiben.
Die sieben Haushaltungen:
1. Das Zeitalter der Unschuld
2. Die zweite Haushaltung ist die des Gewissens
3. Das Zeitalter der Regierung
4. In der vierten Haushaltung, der Zeit von Abraham bis auf Mose, finden wir die Verheissung als herrschenden Grundsatz Gottes
5. Die des Gesetzes
6. Die gegenwärtige Zeit als sechste Haushaltung, in der wir leben dürfen, ist die Haushaltung der Gnade
7.Die siebente und letzte Epoche wird das Tausendjährige Reich sein, beginnend mit der Erscheinung des Herrn in Macht und Herrlichkeit (Off 11,15-18).

Wenn diese 7 Haushaltungen beim lesen von Gottes Wort beachtet werden, so sagt ein Bibelkenner, wird uns das Studium unserer Bibel leichter.

Es ist sehr wichtig, diese beiden Seiten des Kommens Christi voneinander zu unterscheiden (ohne sie allerdings voneinander zu trennen). Gott stellt uns in Seinem Wort wiederholt eine besondere Wahrheit oder Lehre vor, der eine andere Wahrheit gleichwertig gegenübersteht. Oder Er gibt uns verschiedene Seiten ein und derselben Wahrheit. Sie widersprechen sich natürlich nicht, aber sie ergänzen einander. Und um die ganze Wahrheit in dem bestimmten Punkt zu kennen und zu geniessen, muss man beide Seiten beachten. Andernfalls besteht tatsächlich die Gefahr, dass man nicht nur diesen oder jenen Teil der Wahrheit Gottes, sondern den Genuss sowohl der einen als auch der anderen Seite verliert.

Der oben genannte Verfasser schreibt in einem seiner anderen Auslegungen:
"Ich mache das einmal an einem Beispiel deutlich. Wenn wir nicht mehr die Unterschiede zwischen dem Ratschluss Gottes mit Israel und dem Ratschluss Gottes mit mit der Versammlung, der Kirche, erkennen, kommen uns das Verständnis und der Genuss sowohl der einen wie auch der anderen Seite der Wahrheit abhanden. Denn wir werden dann nicht mehr klar verstehen, welche gesegnete Absicht Gott mit Seinem irdischen Volk vor alters, mit Israel, verfolgt. Noch weniger werden wir die ungleich höhere Zielsetzung Gottes für Sein himmlisches Volk, Seine Versammlung, erfassen.
Ist das wirklich so unheilvoll? Ja. Als erstes verlieren wir nämlich den Genuss der uns geschenkten christlichen Stellung und Hoffnung. Unsere Segnungen in den himmlischen Örtern (Eph 1,3) werden auf den (niedrigeren, weil irdischen) Niveau der
Stellung Israels angesiedelt. Und wenn die christliche Stellung, wenn die Versammlung nichts anderes ist als eine "geistliche Fortsetzung Israels", dann reiht uns das zwangsläufig in die irdische Szene, in die Welt ein. Das ist in der Tat unheilvoll! Aus Himmelsbürger sind Erdenbürger geworden.
Doch wir verlieren noch etwas. Wir erkennen nicht mehr, dass Gott Seine schon im Altentestament ausgesprochenen Verheissungen Israel gegenüber wahrmachen wird. Deswegen hat Israel eine Zukunft. Und wenn dieses Volk auch noch durch unvergleichliche Drangsale wird gehen müssen, am Ende wird Sich Christus inmitten eines Überrestes aus diesem Volk verherrlichen. Gott wird Seinen Sohn, den Erstgeborenen, noch einmal in den Erdkreis einführen. Dann werden Ihn nicht nur alle Engel Gottes anbeten, sondern Er wird auch hier auf der Erde ein Reich haben. Ein Zepter der Aufrichtigkeit wird das Zepter Seines Reiches sein (Heb 1,6-8). Freuen nicht auch wir uns darüber, dass unserem Herrn und Erlöser einmal hier, wo Er verworfen und verachtet wurde, jede Ihm zustehende Ehre zuteil werden wird? Kann es uns kalt lassen, wenn dem Herrn Jesus die Herrschaft nicht nur über Israel, sondern über die ganze Erde anvertraut wird? Und überdies, wir werden Ihn bei allem, was Er tut, begleiten!
Wie wichtig ist es daher, unsere christliche und damit himmlische Stellung unterscheiden zu lernen von der irdischen Stellung Israels im kommenden Reich! Unsere Hoffnung ist auf den Himmel gerichtet, dort ist "unser Bürgertum" (Phil 3,20).

Damit sind wir bereits wieder auf unseren Gegenstand zurückgekommen, der uns in folgenden beschäftigen soll. Auch hier können wir von zwei Teilen oder zwei Seiten der göttlichen Wahrheit sprechen.Was uns das Wort Gottes über die Ankunft Christi sagt, können wir entweder der einen oder der anderen Seite zuordnen. Die beiden Seiten in bezug auf das Wiederkommen des Herrn sind

- die Entrückung der Gläubigen und
- die Erscheinung Christi oder der Tag des Herrn.

Auch hier hat die Verquickung beider Wahrheiten viel Unsegen gebracht und dazu geführt, dass die tägliche Erwartung des Herrn Jesus zur Entrückung der Seinen in der Christenheit weitestgehend verlorenging. Man weiss wohl etwas über den sogenannten "jüngsten Tag", aber eine Entrückung von Gläubigen - gibt es das? Dabei ist gerade dieses Ereignis nach den Gedanken Gottes die eigentliche christliche Hoffnung. Jeden Augenblick kann sie in Erfüllung gehen."

Entschuldigt bitte, aber diese Ausführungen sind nötig, um aufzuzeigen, was Gottes Gedanken und unseres Herrn Gedanken über dieses Thema sind, die wir allein im Wort Gottes finden. Es bedarf viel Gebet und eine gute Bibelkenntnis, was es nicht bedarf ist ein Theologiestudium.

Fortsetzung mache ich im nächsten Beitrag.

Liebe Grüsse

Waldemar

watau watau
Abgemeldet
erstellt am: 23. 1. 10, 09:23 Uhr

Hallo ,

als weiterer Beitrag:

Die sieben Haushaltungen.


In den Wegen Gottes mit den Menschen zu verschiedenen Zeiten gibt es jedoch, was die heilsgeschichtliche Seite angeht, bemerkenswerte Unterschiede, und wir erkennen in der Heiligen Schrift im Ganzen sieben Haushaltungen oder Epochen. Mit Haushaltungen sind heilsgeschichtliche Perioden im Handeln Gottes mit den Menschen gemeint, die aufeinander folgen und jeweils einen verschiedenen Charakter tragen. Sind sie aber einmal vergangen, kehren sie nie wieder.

Die erst Haushaltung ist das Zeitalter der Unschuld, als das erste Menschenpaar sich der Segnungen des irdischen Paradieses Gottes, des Garten Eden, erfreute, ohne ein Bewusstsein von gut und böse zu haben. Wir können wohl annehmen, dass diese Periode nicht lange währte, denn sie fand durch den Eintritt der Sünde ein jähes Ende. Und so musste Gott schon diese erste Epoche mit Gericht abschliessen: "Und er trieb den Menschen aus und liess östlich vom Garten Eden die Cherubim lagern und die Flamme des kreisenden Schwertes, um den Weg zum Baum des Lebens zu bewahren" (1. Mo 3,24).

Die zweite Haushaltung ist die des Gewissens; sie reicht von Adam nach seinem Fall in die Sünde bis Noah und umspannt nach biblischer Zeitrechnung eine Zeit von ca. 1636 Jahren. Noch hatte Gott keine Anordnung für das Zusammenleben der Menschen gegeben, noch ihr Verhältnis zu Ihm selbst nicht geregelt. Aber durch den Sündenfall hatte der Mensch in der Voraussicht Gottes das Gewissen bekommen, das Bewusstsein darüber, was gut und böse ist. Er war, wie Gott es ausdrückt, "geworden wie einer von uns, zu erkennen Gutes und Böses" (1. Mo 3,22). Neben den Offenbarungen, die Gott von Sich in der Schöpfung und in Seinem Handeln ,it den ersten Menschen gegeben hatte, sollte das Gewissen für eine lange Zeit der besondere Massstab für das Tun und Lassen der Menschen sein. Auch diese Epoche schloss mit dem Gericht Gottes: Er brachte die Flut über die Welt der Gottlosen (1. Mo 7,10-24; 2. Pet 2,5).

Die dritte Haushaltung, das Zeitalter der Regierung, das dadurchgekennzeichnet war, dass Gott dem Menschen, Noah, das Schwert gab, um auf der Erde Sitte und Ordnung aufrechtzuerhalten (1. Mo 9,3-7), erstreckte sich von Noah bis Abraham über einen Zeitraum von etwa 452 Jahren. Um die Gewalttat des Menschen eine Grenze zu setzen, legte Gott in gewissem Sinn die Regierung, die bislang nur Er innegehabt hatte, in die Hand des Menschen und gebot: "Wer Menschenblut vergiesst, durch den Menschen soll sein Blut vergossen werden, denn im bild Gottes hat er den Menschen gemacht" (1. Mo 9,6). Auch am Ende dieses Zeitalters stand das Gericht Gottes:Er verwirrte die bis dahin einheitliche Sprache der Menschen (1. Mo 11,5-9).

In der vierten Haushaltung, der Zeit von Abraham bis auf Mose, finden wir die Verheissung als herrschenden Grundsatz Gottes.Gott führte Abraham aus Ur in Chaldäa in das Land Kanaan und gab ihm die Verheissung, ihn zu einer grossen Nation zu machen. "Und ich will die segnen, die dich segnen, und wer dir flucht, den werde ich verfluchen; und in dir sollen gesegnet werden alle Geschlechter der Erde" (1. Mo 12,2.3). Später verhiess Gott dem Abraham einen Sohn, den er als Hundertjähriger empfing (Rö 4,19-21) und der ein herrliches Vorbild auf einen Grösseren, auch Christus war. In dem Licht der Verheissungen Gottes gingen 505 Jahre dahin, bis auch hier Gericht eintrat und die Kinder Israel von dem Pharao Ägypens hart bedrückt wurden (2. Mo 1,8-16).

Due fünfte Haushaltung ist die des Gesetzes, und sie umfasst die Zeit von Mose bis Christus - eine Zeitspanne von etwa 1420 Jahren. Diese Epoche nimmt den weitesten Raum in den Belehrungen des Alten Testaments ein; sie ist von ausserordentlicher Bedeutung. Das Gesetz, dem irdischen Volk Gottes - Israel - als Satzung auferlegt, verbreitete helles Licht über die Gedanken und das Wesen Gottes und enthält vortreffliche Vorbilder auf Christus und Sein Werk (denken wir nur an die Bestimmungen über die Opfer und den Bau der Stiftshütte). In anderer Hinsicht war es allerdings ein Joch, "das", sagt Petrus, "weder unsere VÄter noch wir zu tragen vermochten" (Apg 15,10); es war ein Zuchtmeister oder Erzieher auf Christus hin (Gal 3,24). ER selbst wurde noch - o welche Gnade! - "unter Gesetz geboren" Gal 4,4). Gegen Ende auch dieser Haushaltung stand, was das Volk Israel als Ganzes anging, ein ernstes Gericht: Gott führte die zehn Stämme in die assyrische (2. Kön 17,1-6) und einige Zeit später die zwei Stämme in die babylonische Gefangenschaft (2. Kön 25,1-11) - ein Gericht, das bis heute andauert. Schliesslich brachte Gott im Jahr 70 n. Chr. durch die Zerstörung Jerusalems das Gericht über das ganze jüdische System.

Die gegenwärtige Zeit als sechste Haushaltung, in der wir leben dürfen, ist die Haushaltung der Gnade. Sie begann mit dem Tag der Pfingsten (Apg 2) und wird sittlich mit der Entrückung der Versammlung ihren Abschluss finden (1. Thes 4,15-17). Diese Epoche ist in heilsgeschichtlicher Hinsicht die wichtigste und erhabenste in den Wegen Gottes mit den Menschen: Es ist die Zeit der "Kirche" auf der Erde; es ist die Zeit, wo Gott Sünder aus der Welt beruft, um sie in Sein wunderbares Licht zu führen. Geschichtlich gesehen wird jedoch auch die Zeit des christlichen Bekenntnisses mit ernstestem Gericht enden: Der Herr Jesus wird den Antichristen durch die Erscheinung Seiner Ankunft vernichten, und Gott wird das Gericht über die leblosen Namens-Christen ausführen, nachdem Er ihnen zuvor eine wirksame Kraft des Irrwahns gesandt hatte, "dass sie der Lüge glauben, damit alle gerichtet werden, die der Wahrheit nicht geglaubt haben" (2. Thes 2,7-12).

Die siebente und letzte Epoche wird das Tausendjährige Reich sein, beginnend mit der Erscheinung des Herrn in Macht und Herrlichkeit (Off 11, 15-18) und endend mit dem grossen weissen Thron (Off 20,10-15), wo alle Toten, die Christus einst nicht im Glauben angenommen hatten, gerichtet werden, um für ewig in den Feuersee geworfen zu werden.

Als zunächst letzter Beitrag folgt noch etwas über Entrückung.

Liebe Grüsse

Waldemar

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