Insider
erstellt am: 06. 4. 09, 23:22 Uhr
Hallo chrissy,
ich finde die Punkte von katie eigentlich ganz gut. Besonders das gemeinsame Bibelstudium kann sehr wertvoll sein. Ich treffe mich jeden Sonntagabend mit einigen Kollegen. Zwar nicht in erster Linie zum Bibellesen, sondern zum Singen, Beten und Abendmahl feiern. Es sind immer die schönsten Stunden in der Woche, und man merkt gar nicht, wie die Stunden vergehen.
Bete doch ganz konkret dafür, dass dir Jesus jemanden zur Seite stellt, so dass du zu zweit oder in einer Gruppe Bibellesen kannst.
Nimm dir nicht zu viel vor. Du bist nicht ein besserer oder schlechterer Christ, je nachdem, wie regelmässig und wie viel du liest. Bibellesen ist kein Muss. Es ist ein Vorrecht.
In Krisenzeiten hatte ich jeweils oft jeden Morgen das selbe gelesen. So hatte ich zB einst über einen Monat lang Philipper 4,4-9 gelesen. Bis ich begriffen habe, um was es da wirklich geht.
Nicht die Menge macht's aus, sondern die Qualität!
Wo hältst du die Stille Zeit ab? In deinem Zimmer oder vor Gottes Thron? Bitte nicht falsch verstehen, es geht nicht darum, mystische Astralreisen und anderen Hokuspokus zu machen. Es geht einzig darum, dass ich mir bewusst bin, mit wem ich es zu tun habe. Und wenn mir das wirklich bewusst ist, dann wird alles andere nebensächlich.
Bete deshalb vor deiner Stille Zeit darum, dass Jesus alles fernhält, was dich ablenken will, und dass er ganz konkret zu dir spricht im Bibelstudium.
Du kannst auch dafür beten, dass er dir die Freude und das Verlangen schenkt, die Bibel zu lesen.
Bibellesen ist nicht einfach Lektüre. Es ist ein Dialog! Gewöhne dir an, die Bibel betend zu lesen. Frage Gott; "wie meinst du dies?" oder "zeige mir, wie ich das umsetzen kann."
Manchmal gibt er mir sofort Antwort. Oft zeigt er mir die Antwort während des Tages in irgend einem Ereignis. Für andere Dinge ist die Zeit noch nicht gekommen und ich muss länger auf eine Antwort warten.
Zu Punkt 5: Es gibt wirklich gute Bibellesehilfen. Wenn sie aber als Beziehungsersatz oder zur Beschleunigung der Stillezeiten gebraucht werden, oder gar dazu führen, dass die Stille Zeit nur noch technisch abläuft, dann hat sie wohl ihr Ziel verfehlt. Sei dir einfach immer bewusst: Es geht um eine Beziehung, nicht um eine Pflichtübung.
Zu Punkt 6: Sei ehrlich vor Gott. Du darfst ihm sagen, wenn du keine Lust hast. Spiele ihm nicht etwas vor. Überlege dir, was Jesus für dich alles auf sich genommen hat, und dann fällt es dir leichter, deine Unlust abzulegen.
Noch zum anderen Punkt, Gott im Alltag zu vergessen:
Ich hatte auch lange damit gekämpft. Habe Geduld mit dir, es ist ein Wachstumsprozess.
Das soll nicht heissen, dass du dich nicht darum bemühen sollst. Bete darum.
... erkenne Ihn auf allen deinen Wegen, so wird Er deine Pfade ebnen.
Das Danken ist dazu ein Schlüssel. Und die innere Haltung, alles aus Gottes Hand zu nehmen und alles, was ich tue, für Jesus zu tun, das Ziel.
Nun wünsche ich dir viel Freude und Segen beim Bibellesen!
Methusalix