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Talentshow: Gott hat dich begabt! (Teil 1)

Talentshow: Gott hat dich begabt! (Teil 1) ?Wenn du das Lobpreisteam kritisierst, ist dein Platz höchstwahrscheinlich im Lobpreisteam.? Eine provokante Aussage aus einer Predigt. Wie ist diese Aussage gemeint? Dazu muss ich weiter ausholen:

Kennst du das auch? Du sitzt in einem Gottesdienst, beobachtest die Lobpreisband und entdeckst dabei jede Menge Fehler.

?Nein, das darf ich nicht denken?, schießt es uns sofort durch den Kopf. In der Bibel steht doch ?Richtet nicht, damit ihr nicht gerichtet werdet!? (Matthäus 7,1)

Aber könnte es nicht sein, dass dieser Vers aus dem Kontext gerissen ist und hier nicht rein passt? Könnte es sein, dass es einen ganz anderen Grund dafür gibt, dass uns all diese Mängel auffallen? Vielleicht, weil wir da vorne stehen sollten, um selbst zu singen oder Schlagzeug zu spielen? Ist dieser Gedanke denn so abwegig?

In diesem Fall ist es wichtig, zwischen Neid und Talent zu unterscheiden. Beispielsweise habe ich keine besonders gute Singstimme und weiß daher, dass ich niemals ein Sänger sein werde. (Und das ist auch gut so!) Manchmal wünsche ich mir trotzdem, auch eine tolle Stimme zu haben. Ein klein wenig Neid könnte vielleicht mit dabei sein. Den gilt es loszuwerden, um sich gemeinsam mit anderen freuen zu können.

Hast du jedoch ein Talent von Gott fürs Singen bekommen, solltest du dich nicht länger über den schief-singenden Sänger aufregen, der deine Ohren jeden Sonntag im Gottesdienst bluten lässt. Stattdessen solltest du singen. Also geh zum Pastor und sprich mit ihm darüber. Sage ihm, dass Gott dir ein Talent fürs Singen gegeben hat und du dieses Talent für Ihn einsetzen möchtest. Denn genau darum geht es doch: Wenn Gott uns Talente geschenkt hat (und das hat er!), ist es wichtig, diese auch einzusetzen und zu vermehren ? zu Seiner Ehre. (Vgl. Matthäus 25, 14-29)

Die Talente können sehr vielfältig sein. Nicht nur singen und predigen. Auch dekorieren, Webseiten gestalten, Newsletter schreiben, Flyer und Karten erstellen oder allgemeinere Dinge wie füreinander beten, zuhören (ganz wichtig!), miteinander weinen und lachen oder sich gegenseitig motivieren und ermuntern. Wenn wir das tun, werden wir eine große Freude und Zufriedenheit in unserem Leben haben. Diese Freude ist ansteckend ? und ein Zeugnis für andere Menschen.

Prüfe dich selbst, dein Herz, deine Motive. Warum willst du das tun, was du tun willst? Weil es schon jemand anderes macht und du es auch können willst? Oder weil du dazu von Gott befähigt worden bist und eine besondere Begabung dafür hast? Glaube ja nicht, du hast keine Talente, Fähigkeiten oder Begabungen. Jeder von uns hat die. Und schau nicht auf die Talente von anderen, sondern entdecke deine eigenen. Habe den Mut, sie für Ihn einzusetzen. Vergrabe sie nicht länger. Finde heraus, was deine Aufgabe in der Gemeinde ist, wo dein Platz am Leib Christi ist. (Vgl. 1. Korinther 12, 27-28) Ich wünsche dir dabei viel Erfolg, Kraft und Geduld. Be blessed!

Vorschau: Im zweiten Teil wird es darum gehen, wie wir unsere Talente entdecken können.

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Kommentare zum Artikel

  1. 1 chönigschend - 20. 02. 2009, 14:37

    toller artikel... wobei ich mich selbst oft beim kritisieren ertappe...

  2. 2 Hope - 21. 02. 2009, 08:23

    Hallo :o)

    Sehr gelungener Artikel!
    Ich finde auch, jeder von uns hat Begabungen und Talent(e) von Gott geschenkt bekommen. Nur ist es eben wichtig, sich dessen bewusst zu werden und diese Talente auch zu nutzen.

    LG Hope
    :o)

  3. 3 holy_dj - 21. 02. 2009, 20:09

    Danke für euer Lob, tut gut. (Menschen loben viel zu sehr und kritisieren viel zu viel... furchtbare Angewohnheit! Lösung: "Und stellt euch nicht dieser Welt gleich, sondern ändert euch durch Erneuerung eures Sinnes, damit ihr prüfen könnt, was Gottes Wille ist, nämlich das Gute und Wohlgefällige und Vollkommene." Römer 12,2!)

    @ chönigschend: Ja, man muss aufpassen, nicht zu sehr da "reinzurutschen" oder es ausarten zu lassen. Aber Kritik an sich ist nichts schlechtes, wird nur meistens negativ verwendet. Ich selbst versuche mehr und mehr, konstruktive Kritik an den Dingen zu üben, was mir aber zugegeben auch nicht immer einfach fällt. Dennnoch war es mir wichtig, auch einmal die andere Seite zu beleuchten, die ebenfalls vorkommen kann. Wie gesagt: Nicht immer ist Kritik Fehl am Platz.

  4. 4 chönigschend - 03. 03. 2009, 22:18

    @holy_dj: Ist dir gut gelungen, die andere Seite zu beleuchten. Es gibt viele Menschen, die konstruktive Kritik falsch verstehen - allgemein haben wir, einschliesslich ich verlernt, einander ehrlich und offen Feedbacks zu geben und auch dankbar dafür zu sein, diese anzunehmen und an sich zu schaffen. Man hat nie ausgelernt, ich wünsche mir Leute, die an mir ehrliche Kritik üben - aber beginnen kann ich... :D
    so long,
    tabea

  5. 5 holy_dj - 07. 03. 2009, 14:05

    Dem stimme ich 100% zu! (Es ist wichtig, beide Seiten zu beleuchten und in allen Bereichen können wir stets dazu lernen, was automatisch auch heisst, dass wir auch nach wie vor noch Fehler machen. Umso wichtiger ist da ein liebevoller Umgang beim Korrigieren, aber "Korrigieren" (die Korrektur sollte also nicht fehlen - wobei das nochmal ein eigenes Thema für sich ist, wie man damit umgehnt / auf andere zugeht und sie darauf anspricht...).

  6. 6 chönigschend - 13. 03. 2009, 12:15

    --> ich hätte nichts gegen einen neuen Thread zum Thema "korrigieren". :D

  7. 7 anjuschka - 05. 08. 2009, 18:59

    ihr sind supi de text het mi mega agsproche danke viel mal

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